Ärztequalifizierung

Unsere Position im Gesundheitswesen

Ärzte für Radiologie bzw. Nuklearmedizin sind qualifizierte Fachärzte mit Aufgabenschwerpunkt Diagnostik und Therapie von Erkrankungen. In Deutschland sind ca. 287.000 Ärztinnen und Ärzte zugelassen, davon haben etwa 5.700 die Ausbildung zum Facharzt für Radiologie und etwa 1000 die Ausbildung zum Facharzt für Nuklearmedizin absolviert. Die Radiologen und Nuklearmediziner bilden somit eine sehr kleine hochspezialisierte Facharztgruppe. Die Tätigkeit der Radiologen bzw. Nuklearmediziner wird durch die Röntgenverordnung bzw. Strahlenschutzverordnung gesetzlich geregelt.

Der Radiologe wendet Röntgenstrahlen an und beschäftigt sich mit der bildgebenden Diagnostik (Röntgen, Ultraschall, Computertomographie und Kernspintomographie) und mit der bildgesteuerten Therapie von Erkrankungen (Katheterinterventionen an Gefäßen und Organen, Drainagen, gezielte Injektionstherapie etc.). Der Radiologe nutzt auch die heilende Wirkung von speziellen Röntgenstrahlen (klassische Strahlentherapie, Entzündungsreizbestrahlung (Orthovolttherapie) etc.).

Der Nuklearmediziner verwendet schwach radioaktive, kurzlebige Strahlenquellen (Isotope) und beschäftigt sich mit der Beurteilung von Organfunktionen und der Diagnostik von Erkrankungen (Szintigraphie, Positronenemmissionstomographie / PET). Er nutzt ebenfalls die heilende Wirkung ionisierender Strahlung zur Therapie (Radiojodtherapie bei Erkrankungen der Schilddrüse, Schmerztherapie bei Verschleiß und Tumorleiden, Radiosynorviothese bei Gelenkschmerzen etc.).

Die Fachrichtungen Radiologie und Nuklearmedizin ergänzen sich aus Sicht des Patienten hervorragend: die Radiologie liefert überwiegend Informationen über Struktur (Aufbau, Zusammensetzung, Form, Größe etc.), die Nuklearmedizin hauptsächlich Informationen über die Funktion (Aktivität, Stadium, Stoffwechsel etc.) eines Organes oder einer krankhaften Veränderung.

Die Spezialisierung zum Facharzt für Radiologie bzw. zum Facharzt für Nuklearmedizin beginnt nach erfolgreichem Abschluss eines mindestens sechsjährigen Studiums der Humanmedizin. Sie wird an einer autorisierten Ausbildungsstätte (Klinik und/oder radiologisches bzw. nuklear- medizinischen Institut) absolviert.

Die Ausbildung zum Radiologen oder zum Nuklearmediziner erfolgt unter der Leitung und Aufsicht von zur spezifischen Weiterbildung befähigten Fachärzten (Universitätsprofessoren, ermächtigte Chefärzte sowie durch qualifizierte Praxen). Hierzu sind nach dem Medizinstudium dann jeweils mindestens 5 weitere Jahre Fortbildung im betreffenden Fachgebiet (Radiologie und/oder Nuklearmedizin) erforderlich. Nach Abschluss der Weiterbildung muss der Facharztkandidat bei der zuständigen Ärztekammer die Erfüllung der geforderten Untersuchungs- und Patientenzahlen anhand von schriftlichen Zeugnissen nachweisen. Danach erfolgt die Zulassung zur mündlichen Abschlussprüfung. Die offizielle Ernennung zum Facharzt durch die Ärztekammer kann erst nach erfolgreichem Bestehen der Facharztprüfung erteilt werden.

Die Ärztekammern und Kassenärztlichen Vereinigungen fordern von den Fachärzten während ihrer praktischen Tätigkeit die kontinuierliche Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen (Seminare, Kurse, Kongresse, Fachzeitschriftenlektüre, Praktika etc). Die meisten Radiologen bzw. Nuklearmediziner sind heute darüber hinaus alle freiwillig Mitglied in einer standeseigenen Fortbildungsakademie. Diese überprüft alle angebotenen Fortbildungsveranstaltungen auf Qualität sammelt und zertifiziert die vom Arzt abgelegten Fortbildungsmaßnahmen.

Ständige voneinander unabhängige, sich überlappende Qualitätskontrollen gewährleisten ein Höchstmaß an Qualität in Diagnostik und Therapie. Zyklische Erneuerung des Gerätepools, permanente Gerätewartung im Rahmen umfassender Wartungsverträge mit den Herstellerfirmen (Philips, Siemens, GE u. a.), Zulassung und periodische Überprüfungen durch den technischen Überwachungsverein (TÜV), wiederkehrende Stichprobenkontrollen durch die zuständige Ärztliche Stelle und die Struktur- und Genehmigungsbehörde (Gewerbeaufsicht), kontinuierliche Begutachtung durch öffentlich bestellten Medizinphysik-Experten, sowie eine ständige, kritische Selbstkontrolle durch unser Personal garantieren die maximale Sicherheit für unsere Patienten.

Die radiologisch-nuklearmedizinische Gemeinschaftspraxis Neustadt ist Gründungsmitglied des Radiologienetz Rhein-Neckar-Pfalz. Kernziel ist die Optimierung der radiologisch-nuklearmedizinischen Diagnostik.

Weitere Infos zum Radiologienetz - www.radiologienetz.de

zuletzt geändert am: 10.07.2017

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