Magnetresonanztomographie (MRT, auch Kernspintomographie)

Die MRT ist eine der modernsten bildgebenden Methoden in der Medizin. Die Bildgebung basiert auf einem starken Magnetfeld und kommt vollkommen ohne ionisierende Röntgenstrahlen aus. Sie kann daher auch bei Kindern und Schwangeren (nach der 12. Schwangerschaftswoche) gefahrlos eingesetzt werden.

Mit einer MRT können prinzipiell Bilder sämtlicher Organe des Körpers gemacht werden. Sie eignet sich insbesondere für die Darstellung von Gehirn und Rückenmark, der Bauchorgane, Muskeln und Gelenke sowie des Knochenmarks.

Vor der Untersuchung

Vor Beginn der Untersuchung müssen Sie alle metallischen Gegenstände abgeben. Dazu zählen auch Uhren, Hörgeräte sowie Scheck- oder Kreditkarten. Metallteile im Körper, wie zum Beispiel fester Zahnersatz, Gelenkprothesen oder Metallplatten nach Operation eines Knochenbruchs, stellen in der Regel kein Problem dar. Bitte geben Sie an, wenn Sie evtl. metallhaltige Teile tragen, insbesondere

  • Gefäßstützen wie Stents

  • Gefäßclips

  • eine künstliche Herzklappe

  • eine Insulinpumpe

  • Metallsplitter

  • Tätowierungen

Da es im Magnetfeld zu Fehlfunktionen kommen kann, sind Patienten mit Herzschrittmachern von der Untersuchung ausgeschlossen, ebenso Patienten mit Innenohrprothesen (Cochleaimplantaten).

Während der Untersuchung

Während der Untersuchung liegen Sie auf einer Liege, die sich anfangs langsam in die Öffnung des Geräts, also in Richtung Magnet, bewegt. Sie befinden sich dann ganz oder – etwa bei einer Untersuchung des Kniegelenks – teilweise im Gerät.

Bei herkömmlichen MRT-Geräten erzeugen sich an- und abschaltende Magnetfelder relativ laute, klopfende Geräusche, die manche Patienten als störend empfinden. Unser neuestes MRT-Gerät verfügt jedoch über eine spezielle Technologie, mit der diese Geräusche minimiert werden. Bei Bedarf erhalten sie aber auch einen geeigneten Ohrschutz. Die Untersuchung dauert je nach untersuchter Körperregion und Fragestellung wenige Minuten bis zu einer halben Stunde.

Gabe eines Kontrastmittels

Während einer Untersuchung im Kernspintomographen kann es notwendig sein, Ihnen ein spezielles Kontrastmittel zu spritzen. Die Injektion erfolgt in eine Körpervene. Der Zugang wird entsprechend vor der Untersuchung gelegt.

    Wenn das Gerät zu eng erscheinen sollte

    Generell können Sie davon ausgehen, dass der Kopf bei der Untersuchung der unteren Körperhälfte außerhalb des Gerätes liegt. Selten kann eine medikamentöse Ruhigstellung notwendig werden. In diesem Fall müssen Sie in Begleitung zur Untersuchung kommen, da Sie nach der Untersuchung für einen Tag kein Fahrzeug fahren dürfen.

    Manche Patienten leiden unter der relativen Enge des Geräts ("Platzangst"). Sollte dies für Sie zutreffen, sprechen Sie bitte vorab mit Ihrem Hausarzt oder mit dem Radiologen. Sie müssen sich deswegen keine Sorgen machen, für das OPersonal der Praxis ist das eine alltägliche Situation. Im Zweifel sollten Sie sich probeweise in das Gerät legen. Falls Beklemmungen entstehen, kann ein Mittel zur Entspannung helfen.

    zuletzt geändert am: 03.09.2019

    Nach Oben